Verein Partnerschaftskomitee Aachen - Reims e. V.

Aktuelles - Archiv 2007

Übersicht

 

 

4o. Jahrestag der Städtepartnerschaft Aachen-Reims

AZ, 11.12.2007
Joachim Rubner
(Mitarbeiterin der AZ)

Reims/Aachen. Die Veranstaltungen zum 4o. Jahrestag der Städtepartnerschaft Aachen-Reims fanden in der Partnerstadt Reims ein feierliches Ende. Der Reimser Oberbürgermeister, Jean-Louis Schneiter, sein Stellvertreter, Roger Vache, und der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Reims-Aachen, Henri Desdouits, dankten in ihren Reden dem Aachener Oberbürgermeister, Dr. Jürgen Linden, und dem Aachener Partnerschaftskomitee unter Leitung von Dr. Wolf Steinsieck, für ihr großes Engagement und die gelungenen Veranstaltungen, die in beiden Städten von Januar  bis November 2007 stattgefunden hatten. 

Vor dem abschließenden Diner erwartete die Aachener Delegation eine große Überraschung: sie wurde von dem Präsidenten der „Confrérie des Sacres de Champagne“ als „Ecuyers“ in den Champagneradelsstand erhoben. Hierzu musste mit einem zuvor gereichten Säbel eine Champagnerflasche geköpft werden– Relikt aus einer Zeit, in der ein Säbel mühselige Handarbeit ersetzte. Den Aachenern gelang die Prozedur auf Anhieb.  So motiviert kann das Partnerschaftskomitee Aachen-Reims sich auf das nächste Großereignis freuen und vorbereiten: der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy wird am 1. Mai 2008 im Rahmen der Karlspreisverleihung die Laudatio auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel halten.

08.10.2007
Detlef Malinkewitz 
(Mitarbeiter der AZ)

Aachen/Reims. «Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium...», hallte es abwechselnd auf Deutsch und Französisch aus den vielen Kehlen des Reimser Kinderchores.

 

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Partnerschaft im Wandel der Zeit

Internationales Zeitungsmuseum würdigt Jumelage Aachen-Reims. Eigene Ausstellung wird zu den Festlichkeiten vorbereitet. Spannende Artikel aus vier Jahrzehnten werden präsentiert.

AZ,  10.01.2007
Joachim Rubner
(Mitarbeiter der AZ)

Aachen. Mit einer Ausstellung über Zeitungen aus Aachen und - vor allem - aus Reims, die die engen Beziehungen der beiden Partnerstädte widerspiegeln, würdigt das Internationale Zeitungsmuseum in der Pontstraße das Jubiläum der Partnerschaft und beteiligt sich so an den Feierlichkeiten die in Aachen stattfinden. Am 27. und 28. Januar jährt sich die Unterzeichnung des Partnerschaftsverstrages zwischen den beiden Krönungs- und Universitätsstädten zum 40. Mal (die AZ berichtete).

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und sein Reimser Amtskollege Jean-Louis Schneiter werden die Ausstellung am 27. Januar gemeinsam besuchen und offiziell eröffnen. Rund 20 Personen groß wird die Delegation aus Reims bei der Ausstellungseröffnung sein, unter anderem auch mit Roger Vache, dem Beigeordneten von Reims und Ehrenhauptmann der Stadtgarde Oecher Penn.

Originalausgabe

Mittelpunkt der Ausstellung, die der wissenschaftliche Mitarbeiter Andreas Düspohl in enger Zusammenarbeit mit Dr. Wolf Steinsieck, dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Aachen-Reims und Initiator der Ausstellung, konzipiert hat, stehen Originalausgaben der Reimser Tageszeitung "L'Union". Zum Beispiel aus dem Jahre 1967, als die Union der aufkeimenden Partnerschaft jeweils fast seitenfüllende Artikelserien widmete. Allerdings fehlen auch zahlreiche andere originale Artikel aus den übrigen Jahren der Partnerschaft nicht.

"Wir weden jeweils zu den einzelnen Exponaten eine Inhaltsangabe in deutscher Sprache stellen, so dass auch der französischen Sprache unkundige Besucher umfassend informiert werden", sagt Düspohl und weist auf einige besondere Exponate hin: Auf einen großen Artikel aus dem Jahre 1697 über das Aachener Zeitungsmuseum, in dem die Reimser Journalisten das in der Welt einzigartige Museum ihren Lesern ausführlich vorstellen. Doch auch der Beitrag des bekannten Autors und Journalisten Peter Scholl-Latour in der deutschen Zeitschrift "Geo" ist zu sehen.

Ebenso wie das im Jahr 2004 erschienene Buch von Dr. Heinz Malangré mit dem Titel "Aachen-Reims - Notizen zur Partnerschaft. Zwei Krönungsstädte im Beziehungsspiel von deutsch-französischer Geschichte und Lebensart".  Zusätzlich werden rund 60 Photos von Aachen und Reims die Entwicklung der Städtepartnerschaft dokumentieren und die Ausstellung komplettieren, die bis Ende März zu sehen sein wird.

Vom Glanz profitieren

"Die Ausstellung wird ein Erfolg werden und die enge Verbundenheit zwischen Aachen und Reims dokumentieren", ist die Meinung von Meike Thüllen, der Vorsitzenden des Fördervereins des Internationalen Zeitungsmuseums. "Dr. Steinsieck hat eine sehr gute Idee geliefert, die wir mit Freuden aufgegriffen haben. Außerdem ist diese Ausstellung ideal für unser Haus, das mitten im Herzen der Stadt liegt." Ähnlich auch Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden: "Es wurde etwas gesucht, was die Verbindung zwischen Aachen und Reims darstellt. Da bot sich eine solche Ausstellung im Zeitungsmuseum an, das jetzt auch vom Glanz der 40-jährigen Partnerschaft profitieren kann". Das Zeitungsmuseum ist dienstags bis freitags von 9.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Zusätzlich ist im Februar an einem - noch nicht näher bestimmten - Sonntag noch eine zusätzliche Öffnung des Museums geplant.

 

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40 Jahre Aachen-Reims: Die Freunde feiern groß

Partnerschaftsvertrag wird in modernisierter Form erneuert. Pontifikalamt im Dom mit Erzbischof Thierry Jordan. Freundschaft soll durch die Jugend noch intensiver werden. Auch in Frankreich sind im Oktober Festtage geplant.

AZ, 14.12.2006
Joachim Rubner
(Mitarbeiter der AZ)

Aachen. Die Vorbereitungen für das große Fest sind in vollem Gang, denn am 27. und 28. Januar wird die Städtepartnerschaft mit Reims gefeiert.

Genau 40 Jahre besteht sie dann und war die erste Städtepartnerschaft der Stadt Aachen überhaupt. Gestern besuchte eine Delegation aus der französichen 200.000-Einwohner Stadt Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden. Letzte Absprachen wurden getroffen.

Großes Programm

"Städtepartnerschaften sind wichtig für Europa, allerdings müssen sie unter großer Beteiligung der Bürger der jeweiligen Städte ablaufen. Rathäuser sind das Korsett, die Bürger aber die Ausführenden", sagte Linden, nachdem Beigeordneter Roger Vache aus Reims die herzlichen Grüße von Jean-Louis Schneiter, dem Bürgermeister der Partnerstadt überbracht hatte.

Oberbürgermeister Jürgen Linden erntete mit seinen Worten völlige Zustimmung des Beigeordneten der Universitätsstadt "Jugendaustausch ist wichtig, Europa kann nur durch die Jugend voran kommen".

Ein großes Programm ist für das Karlsfest und den Tag davor geplant. Es wurde in enger Abstimmung mit den beiden Vorsitzenden der Städtepartnerschafts-Komitees, Dr. Wolf Steinsieck und Henri Desdouits, abgestimmt. Unter anderem ist am Samstag, 27. Januar, ein Festakt im Krönungssaal des Rathauses vorgesehen. Dort soll der Partnerschaftsvertrag vom 28. Januar 1967, den Oberbürgermeister Hermann Heusch und Bürgermeister Jean Taittinger unterzeichneten, in einer modernisierten und erweiterten Fassung erneuert werden. Unter anderem wird in dem neuen Vertrag die Wichtigkeit der Jugend für Europa und für die Partnerschaft der beiden Städte betont, die viel gemeinsam haben, denn beide sind Krönungs-, Bischofs- und Universitätsstädte.

"Sogar Ehen zwischen Liebenden aus Reims und Aachen wurden bereits geschlossen" (Florence Surply, Protokollchefin aus Reims).

Ein weiterer Höhepunkt des Festes wird dann am Sonntag, 28. Januar, ein Pontifikalamt im Dom sein, das Thierry Jordan, der Erzbischof von Reims und Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff zelebrieren werden. Anlässlich der beiden Festtage bereitet das Internationale Zeitungsmuseum übrigens eine eigene Ausstellung von Zeitungen über die Städtepartnerschaft vor. Verstärkung für die Sammlung des Hauses in der Pontstraße brachten die Reimser gestern mit. So gehen Zeitungen über die 20- und 30-jährige Jumelagefeier in den Besitz des Zeitungsmuseums. Unter anderem ein Bericht aus der Feder des bekannten Journalisten und Autors Peter Scholl-Latour.

Am 5., 6. und 7. Oktober ist dann eine ähnliche Feier in Reims geplant, zu der auch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff eine Einladung erhält.

Die Freundschaft soll noch intensiver werden", war die allgemeine Meinung der Vertreter der beiden Partnerschaftskomitees und der beiden Kommunen, zu der auch Florence Surply, die Protokollchefin von Reims, gehört.

 

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Jugend trägt die Freundschaft

310 Kilometer sind keine Entfernung: Aachen und Reims bereiten die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft vor. Jubiläumsprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen.

AN, 15.12.2006
von Axel Costard
(Mitarbeiter der AN)

Aachen. Im Rathaus wurde munter auf Französisch parliert. Zu Gast war eine Delegation aus Aachens Partnerstadt Reims, und man hatte sich zum 40. Jubiläum der Städtefreundschaft schon auf ein Jubiläumsprogramm geeinigt. Auch eine gemeinsame Erklärung wurde bereits verfasst, nur ein paar Details seien noch zu klären, sagte Oberbürgermeister Jürgen Linden.

Der europäische Integrationsprozess sei in einer schwierigen Phase, meinte der OB, um so wichtiger sei die Aufgabe der beiden Städte, ihre Partnerschaft weiter zu entwickeln. Die Rathäuser spielten dabei nur das Korsett in einem Prozess, in dem der "citoyen" die Hauptaufgabe zu tragen hätte, sagte Linden in fließendem Französisch. Roger Vache, stellvertretender Bürgermeister von Reims, stimmte ihm zu: Der Jugendaustausch sei sehr wichtig, ihm komme es vor, als kenne man sich schon 100 Jahre. Die Partnerschaft funktioniere auch auf französischer Seite sehr gut, meinte Vache, das beweise die große Zahl von eintausend Schülern und Studenten, die sich im Jahr gegenseitig besuchen würden. Natürlich spiele auch die räumliche Nähe eine Rolle, die 310 Kilometer seien mit dem Auto in vier Stunden zu bewältigen.

Henri Desdouits, Präsident des Partnerschaftskomitees, überreichte seinen Kollegen auf deutscher Seite, Dr. Wolf Steinsieck, einige Zeitungsartikel, die die Partnerschaft der beiden Krönungsstädte dokumentieren. Darunter war auch ein Text von Peter Scholl-Latour, der im Magazin GEO erschienen ist.

Ehedem "Erzfeinde"

Die Gründung der Partnerschaft fiel in eine Zeit der Aussöhnung zwischen den ehmaligen "Erzfeinden". Die Erinnerung an den 2. Weltkrieg war noch sehr präsent, als 1962 Konrad Adenauer Frankreich besuchte. Zusammen mit dem Präsidenten Charles de Gaulle nahm er an einem Gottesdienst in der Kathedrale von Reims teil.

Linden erinnerte daran, dass Aachen unter Napoleon einmal eine französische Stadt gewesen ist. Die Franzosen seien nicht sehr beliebt gewesen, ergänzte Wolf Steinsieck, erst als Aachen wieder preußisch wurde, sehnte man sie zurück.

Das Jubiläumsprogramm hat neben zahlreichen Veranstaltungen während des gesamten nächsten Jahres zwei Höhepunkte: Am 27. und 28. Januar wird der Oberbürgermeister von Reims, Jean-Louis Schneiter, Aachen im Rahmen des Karlsfestes besuchen. Der Erzbischof von Reims, Thierry Jordan, wird zusammen mit dem Bischof Heinrich Mussinghoff das Pontifikalamt im Dom halten. Und vom 05. bis 07. Oktober wird OB Linden mit einer Delegation zum Fest des Heiligen Remigius nach Reims reisen.